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News mit dem Tag »Best Practice«

18 Dez 2006

Anders als üblich sollten Sie in diesem Jahr nicht bis zum 24. warten, um dann noch schnell Parfum oder Socken zu besorgen (kleiner Tipp: Sonntag!). Falls Ihnen aber partout nichts besseres einfallen will, dann hätten wir hier noch den ultimativen Geschenktipp für den anspruchsvollen Webdesigner:

»CSS-Layouts – Praxislösungen mit YAML« vom Erfinder Dirk Jesse höchstselbst. Erschienen bei Galileo Computing, 414 Seiten mit CD und Referenzkarte für 29,90 €; als Leseprobe gibt es das Kapitel CSS-Layouts.

Wir haben dem Buch unser Wochenende geopfert und sind bisher restlos begeistert. Weitere Rezensionen zum Beispiel bei Alexandra Labudda: »CSS Layouts - Das Buch zu YAML«.

YAML hat neben der extremen Flexibilität und Stabilität (man merkt dass der Autor von Hause aus Bauingenieur ist) den enormen Vorteil einer vernünftigen Lizenzpolitik. So gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Adaptionen für verbreitete Systeme wie Drupal, Joomla, TYPO3, WordPress und seit neuestem auch für die ExpressionEngine sowie für Shopsysteme wie xt:Commerce.

09 Dez 2006

…so scheint das allgemeine Echo zu sein, und dem können wir uns nur anschließen. Und weil's so schön war gibt es hier ganz frisch Fotos von den Preisträgern der BIENE 2006. [Update: neue Bilder online]

Weitere Berichterstattung rund um die BIENE:

08 Dez 2006

Bei der vierten Auflage des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetseiten der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen waren die komplexen Angebote die großen Gewinner. Die Preise in Gold gingen heute Abend in Berlin im Rahmen einer feierlichen Gala an die Internetauftritte der Barmer Ersatzkasse, des Pharmaunternehmens Pfizer sowie an das Bürgerportal des österreichischen Bundeskanzleramtes HELP. Weitere Infos: »Goldene BIENEN fliegen auf Barmer, Pfizer und HELP-Österreich«

Der Vollständigkeit halber hier nochmal das gesamte Verfahren auf einen Blick:

07 Dez 2006

Heute geht's um Dinge im Web, die ihre besten Zeiten schon lange hinter sich haben, die aber scheinbar nicht auszurotten sind. Der Text ist als Artikel im Adventskalender der Webkrauts erschienen, wo bis zum 24. Dezember jeden Tag ein neues Türchen zu Themen wie Webstandards, Content Management, Barrierefreiheit, Web 2.0 usw. aufgemacht wird. Einige Artikel werden wir hier in loser Folge auch als Podcast veröffentlichen. Den Anfang macht heute Nicolai Schwarz, Webdesigner aus Dortmund mit dem Thema: »Veraltete Praktiken im Webdesign«

Zum Mithören:

Podcast vom 7. Dez.
(.mp3, 11′34″, 10,7 MB)

Zum Mitlesen:

Die Mitschrift des Podcasts

Zum Abonnieren:

Der Podcast im iTunes Music Store

22 Nov 2006

Beim amerikanischen National Center on Disability & Access to Education (NCDAE) gibt es einen hörenswerten Webcast zum Thema »Web Captioning in Education« (inklusive Mitschrift). Diskutiert werden Möglichkeiten und Grenzen der Untertitelung bei Web-basierten Lernangeboten, die benötigten Werkzeuge und mögliche zukünftige Entwicklungen.

Für Flasher, die ihren Filmen Untertitel mitgeben wollen gibt's bei Adobe eine ganze Reihe neuer Skins zum Herunterladen. Geeignet sind diese für Untertitel, die mit der Captionate Flash Video captioning solution erstellt wurden. Mehr dazu bei Andrew Kirkpatrick: »Accessibility: FLVPlayback skins with Captionate captioning support«

Google Video unterstützt neuerdings auch Untertitel: »Finally, Caption Playback«; eine Auswahl von untertitelten Videos findet man hier; eine entsprechende Anleitung findet sich im Google Video Help Center: »How do I enter captions or subtitles for my video?« Nicht so einfach wie mit Magpie, aber es ist zumindest schonmal ein Anfang.

03 Aug 2006

WebAIM steht für Web Accessibility in Mind und ist sowas wie EfA auf Englisch: Berge von Fachartikeln zum Barrierefreien Webdesign, eine ziemlich vollständige Ressourcensammlung, ein Weblog, ein Forum und eine lange Traditions des Gebens. Und ähnlich wie hier gibt es bei WebAIM auch einen umfangreichen Artikel zum letzten Relaunch der Website: »WebAIM Site Redesign: A case study in accessible design« – Prädikat: wertvoll.

20 Jul 2006

Während andere Einzelhändler wegen ihrer unzugänglichen Websites verklagt werden, geht die amerikanische Apotheken-Kette Walgreens mit gutem Beispiel voran. Unter walgreensoutreach.com werden ausschließlich Jobs für Menschen mit Behinderung angeboten.

Dabei wird ausdrücklich keine Form von Behinderung ausgeschlossen, auch die Arbeitsbedingungen und Gehälter sind für Menschen mit und ohne Behinderung identisch. Sowohl die Hintergründe dafür als auch die Stellenbeschreibungen selbst sind auf der inhaltlichen Ebene ausgesprochen zugänglich gestaltet. So gibt es sämtliche Inhalte auch als Audiodatei, an vielen Stellen finden sich Videos mit weitergehenden Erklärungen, die selbstverständlich auch mit Untertiteln und Mitschriften hinterlegt sind.

Urteil: vorbildlich und zur Nachahmung empfohlen.

08 Mär 2006

In Großbritannien wurde heute durch das British Standards Institute (BSI) die Spezifikation PAS 78 zur Beschaffung von Dienstleistungen rund um das Thema ›Barrierefreie Webseiten‹ veröffentlicht. Zielgruppe des Textes sind Unternehmen, die in Großbritannien allesamt unter die geltenden Anti-Diskriminierungsgesetze fallen und somit ihre Webangebote barrierefrei gestalten müssen.

Den Unternehmen soll dadurch die Auswahl geeigneter Dienstleister und Anwendungen erleichtert werden; ebenso werden eine ganze Reihe moderner Webtechniken wie Flash, JavaScript und PDF in ihrer Zugänglichkeit bewertet. Abgerundet wird das ganze mit Best Practice-Beispielen des Einzelhändlers Tesco, in denen die betriebswirtschaftlichen Vorteile barrierearmer Angebote nachgewiesen werden.

Einen umfassenden Überblick gibt Bruce Lawson, der auch an der Entwicklung mitgearbeitet hat: »PAS 78: Guide to good practice in commissioning accessible websites«; weitere Informationen bei der Disability Rights Commission.

14 Feb 2006

In einem Artikel von Montag, dem 13. Februar beschreibt Nate Koechley, Senior Web Developer bei Yahoo!, das Konzept der »Abgestuften Browser-Unterstützung von Yahoo!«.

Der Ansatz ist handwerklich so perfekt und sinnvoll, dass man vor Freude jubeln möchte. Gerade vor dem Hintergrund der laufenden Diskussion über die »Neue Professionalität« bei Webdesignern und -entwicklern zeigt sich, dass der von Koechley skizzierte Ansatz nicht nur logisch und einfach, sondern auch ungemein praktisch ist.

Einer der stärksten Aspekte des Dokuments ist, wie mit der Herausforderung der Browser-Unterstützung umgegangen wird. Statt jeden einzelnen Browser als problematisch zu behandeln und sich auf dessen Fehler zu konzentrieren verweist Koechley auf die Natur des Webs und dessen Evolution und ermuntert, in diesem Kontext zu arbeiten:

»Die Erwartungshaltung, dass zwei Nutzer mit unterschiedlichen Browsern ein identischen Nutzungserlebnis haben, ist wider die heterogene Essenz des Web. Im Gegenteil – das Verlangen, dass alle Nutzer das gleiche Erlebnis [bei der Nutzung eines Webangebots] haben sollten, baut Hürden in der Partizipation auf. Erreichbarkeit und Zugänglichkeit von Inhalten sollte unsere oberste Priorität sein.«

Der Artikel beschreibt weiterhin Yahoo!'s Definition der Browser-Unterstützung, wie man an die Gewichtung von Browsern herangeht, und umreisst sehr praktische Methoden zur Qualitätssicherung. Zusammen mit dem Artikel wurde ein Raster veröffentlicht, dass den Grad der Unterstützung für gängige Browser zeigt.

Dass alle Webdesigner und -entwickler, die auf der Suche nach Lösungen zur Unterstützung problematischer Browser sind, diesen Artikel lesen sollten muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Wenn man ähnliche Regeln und Prozesse in die Entwicklung großer und kleiner Webangebote integrieren würde, so wäre dies ein gewaltiger Schritt nicht nur für die Sache der Web Standards, sondern es würde die Qualität des Web als ganzes verbessern. [via WaSP]

23 Jan 2006

Auch in diesem Jahr findet wieder der Kongress »Barrierefreies E-Government« im Darmstädter ZGDV statt, diesmal unter dem Motto »Webseiten effektiv gestalten«. Aus dem Programm:

  • Das Instrument der Zielvereinbarung nach § 5 Bundesgleichstellungsgesetz und der Verbandsklage nach § 13 als Möglichkeit zur Verbesserung von Barrierefreiheit - eine kritische Zwischenbilanz
  • Barrieren im Internet - auch für gehörlose Menschen
  • Barrierefreiheit in der Schweiz - Lassen sich Erfahrungen tatsächlich übertragen?
  • Umsetzung der Barrierefreiheit in kleinen Kommunen
  • Mit gutem Beispiel voran: Erfahrungen aus der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe
  • Relaunch der Website landtag.nrw.de
  • Einsatz von Usability Engineering Methoden bei der Planung und Umsetzung barrierefreier Webangebote
  • Strategien zur nachhaltigen Etablierung barrierefreier Gestaltung von Produkten und Diensten in Unternehmen
  • Anforderungen der Barrierefreiheit als Chance und Herausforderung bei einem Relaunch mit Einführung eines neuen CMS

Donnerstag, 23. März 2006, Zentrum für Graphische Datenverarbeitung, Fraunhoferstr. 5, Darmstadt.

09 Jan 2006

Um den Blogstau aufzulösen hier ein paar bunt gemischte Links, die sich so über den Jahreswechsel angesammelt haben:

Wird fortgesetzt…

23 Dez 2005

Das Universallayout YAML (Yet Another Multicolumn Layout) geht in in die zweite Runde. Das Layout wurde zusätzlich zur HTML-Basis geändert, das Tutorial ist dadurch nun viel lesbarer. Dirk Jesse schreibt in seinem Blog ein wenig über die Änderungen und Hintergründe. Besonders wichtig ist, daß YAML jetzt auch mit min-width und max-width umgeht, es schon für den IE 7 vorbereitet ist (soweit man das heute schon kann) und es ein neues Druck-Style Sheet gibt.

Nun haben wir also zwischen den Feiertagen noch was zu tun, da ja bekanntlich unser aktueller Relaunch auf der Vorgängerversion basiert.

15 Dez 2005

Die erste Ausgabe einer neuen Informationsschrift mit dem Titel »barrierefrei kommunizieren!« liegt vor. Herausgeber ist der Technische Jugendfreizeit- und Bildungsverein (tjifbv) in Berlin. Mit der Zeitschrift, die mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren startete, soll ein Forum des Erfahrungsaustauschs - auch über die Ländergrenzen hinaus - geschaffen werden. Geplant ist ein viermaliges Erscheinen im Jahr und parallel dazu eine Online-Version. Zu bestellen ist die Informationsschrift bei barrierefrei-kommunizieren.de.

13 Dez 2005

Es ist mal wieder die Zeit der Rück- und Ausblicke:

  • Die Kollegen von ›Vorsprung durch Webstandards‹ haben die besten Texte zu Netzthemen des zu Ende gehenden Jahres zusammengestellt: »Die 10 besten Texte 2005« – leider gilt auch hier wieder die Beobachtung, dass neun von zehn herausragenden Artikeln auf Englisch verfasst werden (wobei der einzige aufgelistete deutschsprachige Artikel wirklich Pflichtlektüre ist!). Für viele Nutzer ist dies eine Barriere und für Schreiber hierzulande der deutliche Hinweis, doch bitte mehr und vor allem Besseres zu publizieren. Wir würden unsere Wochenendbeilage gerne mit mehr Texten bestücken, die von der Mehrzahl der Nutzer auch wirklich verstanden werden. Und das war's auch schon wieder mit hreflang="de", weiter geht's mit hreflang="en".
  • Andy Clarke hat seine ganz persönliche Bestenliste für 2005 veröffentlicht: »Pick Of The Pack 2005«
  • Jason Fried erinnert uns daran, dass nach dem Relaunch eine komplette Überarbeitung der Inhalte bei EfA ansteht:
    »A challenge for 2006: Cut your site in half«
  • Andy Budd wagt eine Vorausschau auf mögliche Trends: »Web Design and Development Trends for 2006«
  • Ebenso Cameron Moll: »Bold predictions for the savvy designer, 2006 edition«

Gemeinsam mit dem Haus der Jugend in Heidelberg startet WEB for ALL am 24. Januar 2006 das Projekt »JUBA: Jugendliche erstellen ihre Webseite barrierefrei«. Die Jugendlichen gestalten in einer kleinen Gruppe gemeinsam ihre eigene barrierefreie Internetseite. Das Projekt richtet sich an behinderte und nicht behinderte Jugendliche ab 14 Jahren mit oder ohne Vorkenntnisse in HTML. Willkommen sind auch Jugendliche, die am Schreiben von Texten für das Web interessiert sind oder an der grafischen Gestaltung. Die Teilnahme ist kostenlos, da das Jugendprojekt durch das regionale Förderprogramm der SAP AG unterstützt wird.

01 Dez 2005

Wissen ist das einzige, das größer wird wenn man es teilt – auf dieser Basis funktioniert das Web. So sieht es auch Stefan ›SelfHTML‹ Münz, der in »Schenk-Kultur auch bei Verlagen?« die Denke dahinter erklärt und folgerichtig sein Buch »Professionelle Websites« zum kostenlosen Download bereitstellt (gezippte PDF-Datei, 1006 Seiten, ca. 28 MB).

Andere Verlage sehen das genauso und stellen fest, dass die Abverkäufe durch die kostenlose Veröffentlichung nicht zurückgehen, sondern im Gegenteil sogar gefördert werden. So gibt es auch bei Galileo immer wieder neue Bücher als <openbook> zum herunterladen. Das neueste dreht sich um Ubuntu Linux, das als das menschliche Linux sehr viel Potenzial gerade für Menschen mit Behinderung hat. Viele assistive Werkzeuge, für die man woanders tausende Euros auf den Tisch legen müsste, sind hier bereits eingebaut oder kostenlos nachzurüsten.

29 Nov 2005

Zu einem Relaunch gehört auch immer, dass man sich mit der Ausstattung seiner Nutzer befasst. Basierend auf 2.228 einmaligen ›User Agent Strings‹ des laufenden Jahres haben wir die EfA-Statistiken durchforstet und die wichtigsten User Agents zu Familien zusammengefasst. Innerhalb dieser Familien hat man es meistens mit dem selben Kern der Programme zu tun, der sogenannten ›Rendering Engine‹. Eine Ausnahme sind hierbei die Feedreader, die meistens auf eine der großen Engines aufsetzen.

Diese Aufteilung nach Familien und die Gewichtung nach Häufigkeit hat den Vorteil, dass man das Testen und die Fehlersuche systematischer erledigen kann, da sich zum Beispiel Fehler in der Umsetzung von HTML & CSS üblicherweise nur innerhalb einer Familie bemerkbar machen.

Hier eine kleine Übersicht der häufigsten Programme:

Rendering Engine (Familie) %
Trident (IE 5.0 - 6.0/ Win) 43,72
Gecko (Mozilla, Firefox etc.) 36,09
KHTML (Safari, Konqueror etc.) 3,15
Feedreader 2,07
Presto (Opera 7 - 8.5) 1,62
Netscape (3 - 4) 0,44