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Aktuelles zum Thema Barrierefreies Webdesign.

Durch das kommende Update des Betriebssystems Windows XP werden für viele werbefinanzierte Seiten harte Zeiten anbrechen, die den Bildschirm der Nutzer mit Pop-Ups zumüllen. Dabei werden aber nicht grundsätzlich alle Pop-Ups geblockt, sondern nur diejenigen, die sich ohne Einwirkung des Nutzers öffnen. Ausnahme: Pop-Ups, die mit der proprietären Methode createPopup() geöffnet werden – hier ist die Anzahl auf eines pro Seite beschränkt.

Mehr zu den Änderungen:

Interessant ist diese Änderung auch aus der Perspektive der Barrierefreiheit: in der Kopiervorlage der BITV, den Web Content Accessibility Guidelines lesen wir unter 10.1: Until user agents allow users to turn off spawned windows, do not cause pop-ups or other windows to appear […]. Mit der Veröffentlichung des XP SP2 wäre damit der Stand erreicht, daß sämtliche auf dem Markt befindlichen Browser Pop-Ups blocken können. Somit wäre die Vorgabe dann wohl hinfällig.

In der BITV hingegen fehlt diese Einschränkung. Hier lesen wir bei 10.1: Das Erscheinenlassen von Pop–Ups oder anderen Fenstern ist zu vermeiden. Ist diese kategorische Einschränkung noch zeitgemäß? Gibt es nicht viele sinnvolle Anwendungszwecke für Pop-Ups, die hierdurch unnötigerweise verboten werden? Damit sind natürlich nicht die ungefragt geöffneten Werbe-Pop-Ups gemeint, sondern zum Beispiel Fehlermeldungen in webbasierten Anwendungen (im Sinne von modalen Dialogen). Oder auch Hilfetexte, die sinnvollerweise neben dem Angebot angezeigt werden, für das der Nutzer die Hilfe benötigt. Was meinen Sie? Wir freuen uns auf Ihre Meinungen.